Grenz- und Richtwerte

Wenn wir von Beeinträchtigungen für den menschliche Körper sprechen, unterscheiden wir zunächst einmal:

1. Die vom Gesetzgeber vorgegebenen Grenzwerte:

Vorab: Der Gesetzgeber unterscheidet nicht zwischen Schlafbereichen, in denen der Körper zur Ruhe kommen sollte, und kritischen Arbeitsbereichen!

Ihre Festlegung erfolgt nicht immer nach Kriterien, die nachvollziehbar sind und von denen man nicht immer weiß, welchen Interessen sie eigentlich dienen.

Die unten folgenden Tabellen (1 bis 3) zeigen wie unterschiedlich verschiedene Nationen diese Grenzwerte handhaben. Da sind wir Deutsche Spitze – negativen Sinn!!!

2. Die baubiologischen Richtwerte:

Auch hier vorab: Die derzeitigen baubiologischen Richtwerte gelten nur für den o.a. Schlafbereich.

Auch wenn hier die Messlatte recht hoch gehängt wurde und eine extreme Diskrepanz zwischen den Grenzwerten und den Richtwerten auffällt, sollte man den Körper nicht mit allen Auswüchsen der Technik bis zu seiner Grenze belasten.

Wenn wir uns an den baubiologischen Richtwerten orientieren, unterscheiden wir 4 Belastungsstufen:

  1. Unauffällige Werte entsprechen der natürlichen Umwelt- / Umgebungssituation. Sie sind – wenn überhaupt – meistens nur in der freien Natur, abseits von zivilisatorischen Einflüssen anzutreffen.
  2. Bei schwach auffälligen Werten sollten besonders empfindliche oder kranke Menschen Rücksicht nehmen.
  3. Stark auffällige Werte sind – aus baubiologischer Sicht – nicht mehr zu akzeptieren; hier besteht Handlungsbedarf, d.h. entsprechende Maßnahmen sollten durchgeführt werden. Bereits bei auffälligen Werten können die oben genannten Gesundheitsprobleme auftreten.
  4. Bei extrem auffälligen Werten werden teilweise bereits internationale Richtwerte – das sind keine Grenzwerte! – für Innenräume und Empfehlungen für Arbeitsräume erreicht. Sie führen bei einem großen Teil der Menschen zu den oben genannten Gesundheitsproblemen.

 

Lieber Leser: Auch wenn Sie kein Fanatiker von Tabellen sind, die nachfolgende Übersichts-Tabelle zeigt die krasse Diskrepanz zwischen den

  • in Schlafbereichen geltenden idealen baubiologischen Richtwerten in den Spalten 1 bis 4 und
  • den in Deutschland Beispielgeltenden gesetzlichen Grenzwerten (Spalte 5).

Tabelle1

Wer tiefer „einsteigen möchte“:

Die offiziellen und weitere internationale Grenzwerte zum Vergleich

( die deutschen gesetzlichen Grenzwerte in Orange )

zu Zeile A: Grenzwerte für NF-Elektrische Wechselfelder („Hausstrom“ 50/60 Hz)

1

zu Zeile B: Grenzwerte für NF-Magnetische Wechselfelder („Hausstrom“ 50/60 Hz)

2

zu Zeile C: Grenzwerte für HF-Felder (1.800 MHz > z.B. E-Netz, UMTS-Netz, DECT)

Die schon menschenverachtende Festlegung der sogenannten Grenzwerte (Grundgesetz: der Schutz des menschlichen Lebens….) durch das Bundesamt für Strahlenschutz orientieren sich nach der DIN/VDE 0848 ausschließlich an dem vergleichsweise groben Kriterium des „thermischen Effektes“, d.h., an der Erwärmung des Körpers durch elektromagnetische Strahlen.

Dabei wird eine Erwärmung bei einer 6-minütigen Bestrahlung von 0,5 °C von der Behörde willkürlich und ohne Nachweis der Unbedenklichkeit als zumutbar betrachtet; vor dem Hintergrund der Wiener EMF-Deklaration ziemlich unverantwortlich.

Völlig unberücksichtigt bleiben dabei sowohl eine Vielfalt von „nicht-thermischen-Effekten“, als auch die Oberwellensituation. Sie liegt in den Frequenzbereichen, von denen eine starke biologische Wirksamkeit als gesichert anzusehen ist.

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