ergänzende Hinweise HF

 

Natürlich:

Es lässt sich von keiner Frequenz und keiner Reizstärke mit Sicherheit vorhersagen, ob sie biologisch wirksam sein wird oder nicht. (Dr. med. Braun-von-Gladiß, Paracelsus-Klinik St. Gallen, 1997).

Dabei gleicht die Elektrosensibilität in der Mobilfunkdiskussion auffällig der Wetterfühligkeit bis hin zur Wetterkrankheit mit ihren akuten Zuständen. (Dipl. Ing. Dr. Sönning, Meteorologe und Biologe, Max-Planck-Institut, München, Forschungen seit 1987).

D. h., für die Belastbarkeit des Menschen im unterschwelligen Bereich fehlt ein fundierter theoretischer Hintergrund. Daher ist heute noch Vorsicht das Gebot der Stunde. Welche Effekte im Zusammenhang mit Streufeldern in Zukunft noch entdeckt werden können, muss so lange offen bleiben, bis die Biophysik schlüssige Erklärungen selbst für die ultraschwachen Wechselwirkungen des elektromagnetischen Wettergeschehens geben kann. Hier reagiert der menschliche Körper als extrem sensibler Detektor auf Signale, die bis heute nur selten weder messtechnisch präzise erfasst, noch theoretisch interpretiert werden. Aber er reagiert!

Und das unabhängig davon, ob es sich

a)    um geregelte „thermische“ Effekte

- kurzfristige monokausale Effekte (keine langfristigen, synergistischen Effekte)

- Erwärmung des Körpergewebes

-  „Durchschnittsmensch“

-  26. BlmSchV vom 01. 01. 97

b)   oder um nichtgeregelte „athermische“ Effekte

-  Schlaf-Wach-Rhythmus

-  Sinneszellen

-  Nervensystem

-  Immunsystem

-  Gehirnaktivität

-  Zellkommunikation

handelt.

Die entscheidenden Fragen sind:

  • Beeinflusst ElektroSmog unsere Gesundheit und wenn ja, ab welchen Stärken?
  • Wie sehen die Grenzwerte aus?
  • Wie groß ist unser Risiko?
  • Wie verhält sich die Politik?
  • Vorrangig stehen zwei Methoden zur Verfügung, um Antworten auf die Fragen zu erhalten:
  1. Über Material aus epidemiologischen Metastudien werden Tendenzen zur Belastung vergleichbarer Bevölkerungskollektive formuliert.
  2. Standardisierte Versuche an Menschen und anderen Organismen, sowie Laborversuche in vivo und in vitro zeigen bestimmt Wirkungsmechanismen auf.

Erst wenn beide Methoden eine Einheit in ihrer Ergebnis-Interpretation ergeben, wenn also der Wirkungsmechanismus die Ergebnisse der epidemiologischen Untersuchungen unterstützt, kann man von echten Wirkungen sprechen. Um diese Fragen zu beantworten wird weltweit ein großer Forschungsaufwand betrieben. Noch ist nichts endgültig entschieden. (Dr. Ulrich Warnke, Uni Saarbrücken, 99).

Aber

-> Unsere Forschungen zeigen, dass die z. B. die Strahlung von mobilen Telefonen die Blut-Hirn-Schranke öffnet und es so vielen Giften leichter macht, in das Gehirn zu gelangen. Könnte hier die Ursache für Beschwerden amerikanischer Soldaten liegen, die an der High-Tech-Kriegsführung teilgenommen haben? (Prof. Leif Salford, Neurochirurg der schwedischen Universität Lund)

-> Im März 1998 wurde auf massiven Widerstand der Bevölkerung hin der Sender Schwarzenburg (CH) abgerissen. Grund waren: Die Zunahme von

a. Schweren Schlafstörungen             5 : 1    b. Depressionen                 4 : 1

c. Krebs aller Arten                                  3 : 1    d. Diabetes                          2 : 1

(nach Orginalberichten der Uni Bern vom August 95).

-> Ich kriege immer den richtigen Wissenschaftler mit den „richtigen“ Ergebnissen, wenn ich dafür bezahlte. (Dr. T. Kinzelmann, Betriebsarzt Kernkraftwerk Neckarwestheim, 1994)

-> Die Werte liegen zwar unter den Grenzwerten, aber unsere Grenzwerte orientieren sich ja nicht an der Gesundheit. (Prof. G. Käs, Uni der Bundeswehr München, 1997)

-> Die Grenzwerte berücksichtigen generell nur kurzfristige und monokausale Effekte; synergistische Effekte und Langfristwirkungen werden hierbei völlig ignoriert (TÜV-Akademie, 1998)

-> „Die Basisgrenzwerte und SAR von 100 KHz bis 10 GHz dienen ausschließlich dem Schutz vor Hitzestress und lokaler Wärmewirkung“. „…die bisherigen Ergebnisse epidemiologischer Studien geben keine Basis für eine Risikoabschätzung von Mobilfunk.“ (Prof. Bernhard, BfS, 28.04.98)

-> Umfassende und mehrfach replizierte Erkenntnisse belegen, dass Menschen durch gepulste Hochfrequenzen (z.B. DECT 1,8 GHz, Taktfrequenz 100 Hz) schon bei 1 nW/cm² erkranken. Es beginnt im allgemeinen durch Schlafstörungen und Konzentrationsschwächen, führt dann mit individueller Charakteristik zu Herzrhythmusstörungen, Ohrensausen, allergischen Reaktionen bis hin zu einem veränderten Blutbild. Dieses letzte, insbesondere bei Kindern beobachtete Krankheitsbild der nicht ausgereiften roten Blutkörperchen ist bei einer Entfernung aus dem Expositionsbereich, z.B. durch Abschalten der Telefonanlage, innerhalb weniger Tage reversibel (Medizinphysiker Dr. Lebrecht von Klitzing, Uni Lübeck)

-> Bereits 1995 stellte „er“ fest, dass bei Bestrahlung mit gepulster Hochfrequenz (D-Netz 900 MHz), weit unterhalb der Grenzwerte 60 % der Nervenzellen falsch reagieren. Daraufhin gab „er“ sein Handy weg. (Prof. Dr. Peter Semm, Erforscher der magnetischen Empfindlichkeit des Melatonins, forschte jahrelang für die Deutsche Telekom, Cost 244, Biochemical Effects on Electromagnetic Fields, CEC-XIII-244/6/96 Deutsche Telekom Forschungscenter Darmstadt, 1996)

-> „Wenn jemand mit dem Handy telefoniert, gehe ich mindestens fünf Meter weg.“ „Ich würde mein Kind nicht in einen Kindergarten schicken, wenn dort in 250 Metern Entfernung eine Mobilfunksendeanlage steht.“ (Prof. Dr. Peter Semm, Info Abend in Frankfurt Bischofsheim, 26. 01. 99)

-> Die von der Telekom in Auftrag gegebene Ecolog-Studie 2000 zeigt nach 4 jähriger Forschung:

  1. Ein Vorsorgewert von 10.000 μW ist einzuhalten, weil
  2. u. a. Leukämie, Depressionen, Schwächung des Immunsystems etc. nicht ausgeschlossen werden können. Somit
  3. lässt diese Situation derzeit gar keine Aussagen über irgendwelche Grenzwerte zu.

Interessant: Die Studie wurde nicht durch die Telekom, sondern durch die Ecolog im Jahre 2001 selbst veröffentlicht; eine Klage durch die Telekom läuft!

Vor diesem Hintergrund kommt der folgenden Bemerkung eine besondere Bedeutung

-> Die aufgeregte Diskussion über die Kernenergie dürfte in Relation zu dem, was uns die Mobilfunknetze noch bescheren werden, nur ein laues Lüftchen sein! (ehem. Bundespostminister W. Bötsch, 1994)

 

Handystrahlung im Kopfbereich:

6

Erste Zivilprozesse von Geschädigten, vor allem in den USA, versprechen mindestens genauso interessant zu werden wie die Tabakprozesse. Natürlich nur vorbeugend als rein prophylaktische Maßnahme: 14 von 44 Unternehmen der Versicherungsbranche, die befragt wurden, haben die EMF-Risiken (EMF = Elektromagnetische Feld) bereits vertraglich ausgeschlossen oder vereinbaren Zusätze und Aufzahlungen.

Als „krönender Abschluss“ mag eine provokative Frage in Sachen Klima-Diskussion gestattet sein:

Wer kann ein Interesse daran haben, die Theorie zu unterdrücken, dass Umweltprobleme nicht unbedingt ihre Ursache in der globalen Erwärmung, dem „sauren“ Regen und dem Ozonloch haben, sondern eher vielleicht doch eine Folge von ElektroSmog sind?

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